28. November 2011
FH OÖ gründet Plattform „Interkulturelle Kompetenzen“ für Gesellschaft und Wirtschaft
FH OÖ gründet Plattform „Interkulturelle Kompetenzen“ für Gesellschaft und Wirtschaft
"Oberösterreich benötigt im Forschungs- Innovations- und Technologieumfeld mobile, flexible und interkulturell versierte akademische Arbeitskräfte. Das funktioniert nur, wenn wir die Inter-nationalisierung der Hochschulen und Universitäten weiter vorantreiben und das Land OÖ fi-nanzielle Unterstützung bietet", hat Bildungs- und Forschungs-Landesrätin Mag.a Doris Hummer den Zugang zu Förderungen in diesem Bereich weiter geöffnet. Studierende mit Hauptwohnsitz in Oberösterreich werden mittels dem IPS (Internationalisierungsprogramm für Studierende) gefördert, wenn sie ins Ausland gehen. 2010 haben 522 Studierende die IPS-Förderungen mit dem Gesamtvolumen von insgesamt 305.200 Euro erhalten. Studierende, Forschende und Leh-rende aus dem Ausland werden auf Basis des Programms "Innovatives Oberösterreich 2010plus" unterstützt.
„Wenn unsere zukünftigen Fach- und Führungskräfte über interkulturelles Verständnis verfügen, dann prägen sie Wirtschaft und Gesellschaft positiv mit. Daher verankert die FH OÖ Interkultu-ralität fix in Lehre und Forschung“, fasst FH Oberösterreich-Geschäftsführer Dr. Gerald Reisin-ger die Motivation zusammen, eine „Plattform für Interkulturalität“ ins Leben zu rufen. Die FH Oberösterreich wird damit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Megatrends gerecht und setzt das Thema „Interkulturalität“ prominent auf ihre Agenda in Lehre, Forschung und Öffentlich-keitsarbeit.
„Offene Weltbürger“ heran bilden
Oberösterreich hat als führendes Exportbundesland Österreich ein vitales Interesse daran, sich eng mit anderen Staaten und Kulturen zu vernetzen. Am Studiengang „Global Sales Manage-ment“(GSM) in Steyr leitete man schon vor Jahren daraus einen Auftrag ab. „Unsere Studieren-den zu offenen Weltbürgerinnen und Weltbürgern heran zu bilden, wie sie sich die Exportwirt-schaft wünscht, verlangt ein eigenes Ausbildungsmodell für die interkulturelle Lehre. Wir vermit-teln ein ganzheitliches Verständnis für Länder, Kulturen und Menschen“, erläutert Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Hannes Hofstadler.
Miteinander von Kulturen schaffen
Verständnis unter Angehörigen verschiedener Kulturkreise zu schaffen ist auch gesellschaftlich von Bedeutung – Stichwort Integration. „Interkulturelle Kompetenzen“ impliziert demnach ein Bündel fachlicher, persönlicher und sozialer Kompetenzen, das Reflexionsvermögen und Hand-lungsfähigkeit in kulturellen Überschneidungssituationen ermöglicht. „Interkulturelle Kompetenzen bedeuten, dieses Bündel von Teilkompetenzen in verschiedenen kulturellen Kontexten si-tuationsgerecht und professionell einzusetzen“, so Dr.in Dagmar Strohmeier, Professorin für In-terkulturelle Kompetenz am Master-Studiengang Soziale Arbeit (MSO) in Linz.
FH OÖ Plattform für Interkulturelle Kompetenzen
Das Hauptanliegen der neu gegründeten FH Plattform ist die interkulturelle und internationale Öffnung in Wirtschaft und Gesellschaft durch Lehre, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu werden die interkulturellen Forschungs- und Lehrkompetenzen der FH OÖ in Wirtschaft und Gesellschaft gebündelt und in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht. Ein wesentlicher Bestandteil der Plattform ist daher die Kooperation zwischen dem Interkulturellen Managementzentrum in Steyr und dem Kompetenzzentrum für Interkulturelle Soziale Arbeit in Linz.
Mehr Infos unter www.fh-ooe.at/interkulturell